360 Grad Videos auf der VR-Brille anschauen

Zugegeben, 360 Grad Videos kann man auf dem Smartphone oder PC anschauen – richtig  Spaß macht aber erst ein VR-Headset mit dem sich durch Kopfbewegungen die  Blickrichtung steuern lässt. Aber wie kommen die Videos jetzt eigentlich auf die Brille?

360 Grad Videos wirken auf VR-Headsets mit gutem Head-Tracking (Positions-Erfassung durch Bewegungen des Kopfes), wie der Oculus Rift, HTC Vive oder Gear VR, einfach am besten. Leider werden die Kopfbewegungen bei den VR-Brillen für iOS- oder Android- Smartphones wie bei der Google Cardboard noch ziemlich ruckelig dargestellt.

YouTube

Wollt Ihr Eure Videos ins Netz stellen, ist die komfortabelste Variante der YouTube Player: Den gibt es für alle existierenden VR-Headsets – und fast alle getesteten 360 Grad Kameras können die aufgenommenen Videos direkt aus der App auf YouTube hochladen. Die YouTube-Apps für iOS und Android unterstützen Smartphone VR-Brillen wie die Cardboard bereits. Hierfür muss das 360 Grad Video nur noch in der charakteristischen zweigeteilten Ansicht (stereoskopisch) angezeigt werden – ein klick auf das Brillen-Symbol des Players erledigt das ganz einfach. Besitzer einer Oculus Rift oder Gear VR können YouTube Videos mit der App Oculus 360 Videos angucken. Für die HTC Vive muss man auf den Virtual Desktop zurückgreifen. Wer keine App für den Upload auf YouTube hat kann die Videos auch manuell hochladen. Dazu benötigt Ihr lediglich den „Spatial Media Metadata Injector“ (für Windows und OS X), der die nötigen Metadaten ins Video packt.

Offline

Wer statt YouTube lieber einen Offline Player benutzen will muss zuerst sicherstellen dass das Video im richtigen Format vorliegt. Die meisten 360 Grad Kameras schreiben nur das unverarbeitete Video auf die Speicherkarte. Erst durch das manuelle Exportieren wird der Film ins benötigte Equirectangular-Format gebracht. Es gibt bereits viele Offline-Player für Android- und iOS-Mobilgeräte plus VR-Brille. Ein Player den es für beide Systeme gibt ist z.B. VRIDEO, für Android ist der VR Gesture Player zu empfehlen.

Für die „größeren“ VR-Systeme ist die Auswahl an Playern noch überschaubar. Auf Gear VR und Oculus Rift ist der kostenlose Oculus Player am populärsten. Er spielt alle Videos ab, die im „Movies“-Ordner im internen Speicher des Gear VR-Smartphones liegen beziehungsweise im „Videos“-Ordner des gerade eingeloggten Windows-Benutzers. Damit der Player das Video findet, muss man auf beiden Systemen ein „_360“ am Endes des Dateinamens einfügen. Bei stereoskopischen 360-Grad-Videos benötigt der Player die Angabe, ob die Ansichten nebeneinander oder übereinander vorliegen. Zum Beispiel „_360_TB.mp4“ für oben/unten oder „_360_LR.mp4“ für links/rechts. Besitzer der HTC Vive können zum Abspielen Virtual Desktop (14,99 Euro) oder Whirligig (3,99 Euro, beides über Steam) verwenden.

360 Grad Kamera Guru
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